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 Burnout – erkennen und therapieren

 

Was ist Burnout?

Verallgemeinernd könnte man Burnout als emotionale Erschöpfung einhergehend mit körperlichen Symptomen bezeichnen. Häufig stellt chronischer Stress den Beginn  des Burnout dar. Der Übergang von chronischem Stress zu einem Burnout Syndrom verläuft oft schleichend und endet in einem massiven Kollaps. Wer an diesem Punkt angekommen ist hat massive Warnsignale des Körpers über einen längeren Zeitraum ignoriert.

 

Am Anfang steht der Stress…..

Stress ist ein lebenswichtiger Vorgang und ein wirksamer Verteidigungsmechanismus aus Sicht der Evolution. Unsere urzeitlichen Vorfahren konnten sich aus bedrohlichen Situationen oft nur durch schnelle Reaktionen retten. Das bedeutet in der Regel Flucht oder Kampf. Der Körper bereitet Herzschlag, Atmung und Muskelspannung auf die Mobilisierung aller Kräfte vor. Funktionen die nicht zum Überleben notwendig sind werden abgestellt. Die „modernen Bedrohungen unseres Alltags sind nicht mehr so gefährlich wie früher, allerdings reagieren wir auch heute noch mit denselben Abwehrmechanismen, die wir nun als Stress bezeichnen.

Stress ist erstmal nichts Negatives. Wenn eine Herausforderung angenommen wird lernt das Gehirn zukünftige Herausforderungen leichter zu meistern. Wir wachsen an unseren Aufgaben. Inwieweit jemand etwas als Stress empfindet ist subjektiv. Das hat mit unterschiedlichen Bewältigungsmechanismen, Persönlichkeitsmustern und mit Dickhäutigkeit zu tun.

 

Auslöser für Stress:

  1.       Zeitnot

  2.       Hektik

  3.       Keine regelmäßigen Entspannungsmöglichkeiten

  4.       Über- oder Unterforderung im Beruf

  5.       Angst um den Arbeitsplatz

  6.       Mobbing

  7.       Finanzielle Sorgen

  8.       Fehlende Anerkennung in Familie oder Partnerschaft

  9.       Tod oder Krankheit von nahestehenden Personen

10.       Soziale Isolation und psychische Probleme

 

 

 

Folgen von Stress

Stress wird meist erst dann negativ wenn die Stressoren und der durch sie verursachte Druck über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt und der Organismus nicht mehr in der Lage ist, diese Belastung selbst zu regenerieren. Der Körper reagiert dann auf physischer und mentaler Ebene:

 

Körperliche Symptome

-Schlafstörungen

-Antriebslosigkeit

-erhöhter Herzschlag und Anstieg des Blutdrucks

-Muskelverspannungen

-Schweißausbrüche

-kontinuierliche Freisetzung von Stresshormonen

-Herz-Kreislaufprobleme

-Schwindelanfälle

-Kopfschmerzen, Migräne

-Magenverstimmung

-Durchfall oder Verstopfung

 

Psychisch - seelische Reaktionen

-Unsicherheit, Ängstlichkeit

-Konzentrationsschwäche

-Immunschwäche

-Panikattacken

-Depressionen

 

Schlussendlich können chronischer Stress und das Burnout- Syndrom die Folge von dauerhafter zu hoher Stressbelastung sein.

 

 

Laut Expertenmeinung ist jeder 10. Deutsche gefährdet an einer Depression oder Burnout zu erkranken – dann wenn Stress zum Dauerthema wird.

 

Burnout ist ein schleichender Prozess. Der Psychiater Herbert Freudenberger legte 12 Schritte fest die das Ausbrennen nimmt

  1.       Zwang sich zu beweisen

  2 .      Verstärkter Einsatz

  3.       Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

  4.       Verdrängung von Konflikten

  5.       Umdeutung von Werten

  6.       Leugnung der Probleme

  7.       Rückzug

  8.       Beobachtbare Verhaltensveränderungen

  9.       Depersonalisierung

10.       Innere Leere

11.       Depression

12.       Völlige Erschöpfung

 

 

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, so genannte Vitalstoffe werden vom Körper benötigt, um sich dauerhaft gesund zu erhalten. Viele Vitalstoffe können vom Körper leider nicht selbst produziert werden und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Besonders in Zeiten hoher körperlicher oder psychischer Belastung steigt der tägliche Vitalstoffbedarf außergewöhnlich an.

Bei Stress und chronischen Erschöpfungszuständen haben sich Aminosäuren bewährt, um einen gestörten Neurotransmitter-Haushalt bei der Stabilisierung zu unterstützen. Die essentielle Aminosäure Tryptophan bildet das „gute Laune“ Hormon Serotonin. Dieses ist für innere Ruhe und Ausgeglichenheit zuständig. Es dient der Stressregulation und kann bei Mangel zu Depressionen führen. Phenylalanin und Tyrosin sind Ausgangssubstanzen für Dopamin und Noradrenalin, welche uns anspornen. Taurin ist gerade bei chronischem Stress ein wichtiger Botenstoff. Als sogenannter hemmender Botenstoff unterbindet Taurin bei chronischem Stress die damit einhergehenden Stoffwechselbeeinträchtigungen. Es stabilisiert das Reiz-Leitungssystem des Herzens und stärkt das Erinnerungsvermögen.

Gehirnaktive Hormone werden mit der Nahrung aufgenommen und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Oftmals nehmen wir viel zu wenig von diesen Aminosäuren zu uns und wenn, dann oftmals in Verbindung mit zu viel Fett. Schlechte Fette blockieren die Verarbeitung dieser wertvollen Eiweiße.

 

 

Ob eine Burnout Gefährdung vorliegt kann mit einer Laboruntersuchung festgestellt werden.

Das Labor mit dem ich zusammenarbeite untersucht dann:

1.       Großes Blutbild, Differentialblutbild, Selen, Zink, Vitamin B12, Folsäure, Ferritin , Cortisol

2.       Hormonscreening – Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin.

Nachdem diese Laborparameter vorliegen kann gezielt mit der Therapie begonnen werden indem die jeweils fehlenden Stoffe dem Körper medikamentös zugeführt werden